Geschichte

Kompositionen für den Gaumen

1807 übernahm Jakob-Christoph Hug eine Musikalienhandlung an der Augustinergasse in Zürich; daraus entwickelte sich das führende Musikhaus der Schweiz. Viele Jahre später, 1993, entdeckten wir im idyllischen «La Clape»-Gebirgszug zwischen der Stadt Narbonne und dem Meer ein Weingut wie aus dem Bilderbuch. Seither wurde Château Laquirou behutsam Schritt für Schritt restauriert. Heute reifen hier charaktervolle, bekömmliche Weine mit mediterranem Charme. Im Jargon der Musikszene ausgedrückt, dürfen wir von gelungenen Kompositionen für den Gaumen sprechen.

Musik und Wein sind enge Freunde. Mozart liess den guten Bacchus hochleben, Neil Diamond besang das gute Gefühl, das ein Glas Rotwein bescheren kann. Schon die Sprache, mit der Musik wie Wein beschrieben werden, kennt viele Parallelen. Mit Begriffen wie «tänzerischer Leichtigkeit» oder «erfrischendem Nachhall» lassen sich sowohl eine Sonate von Frédéric Chopin als auch ein weisser Cru, beispielsweise auf der Basis der in Südfrankreich heimischen Sorte Bourboulenc, treffend charakterisieren. Auch in Bezug auf den Entstehungsprozess sind Musik und Wein echte Seelenverwandte. Denn wie der Komponist, der Melodien, Rhythmen oder Akkorde zu einem Stück fügt, so komponiert auch der Winzer, oft aus verschiedenen Sorten und unterschiedlichen Parzellen, seinen Wein.